7 Dinge, die kaum jemand über Flughäfen weiß

Hi! Mein Name ist Delia und ich bin Flugbegleiterin und Flugangst Coach. In diesem Blogbeitrag erzähle ich über 10 Dinge, die die meisten Menschen nicht über Flughäfen wissen. Los geht´s!

Ein Satz mit X

Hast du dich je gefragt, was das „X“ in den Flughafencodes bedeuten? Bespiele dafür sind LAX (Los Angeles), TXL (Berlin-Tegel) oder DXB (Dubai). Im Prinzip bedeutet das X eben nix! Sie wurden nur hinzugefügt, als die Flughafencodes nur zweistellig waren. Heutzutage ist jeder Flughafencode dreistellig und in manchen Fällen wurde das X als Platzhalter hinzugefügt.

Lade dein Telefon lieber nie an den öffentlichen USB-Ports an Flughäfen

Laut IT-Experten ist es keine gute Idee sein Smartphone an den öffentlichen USB-Ports an Flughäfen, Zügen, Bussen usw. zu laden, da man nie weiß, ob über die USB-Verbindung Datenklau oder Ähnliches geschehen kann. Laut dem IBM Security Threat Intelligence Index 2020 liegt die Reise- und Transportindustrie auf Platz drei für die Angriffe von Hackern. Es ist sicherer, wenn du dein Handy an einer normalen Steckdose an den Flughäfen lädst.

Flugverspätungen sind einkalkuliert

Du hast einen Zubringerflug und kommst schon ins Schwitzen, wenn das Flugzeug 20 Minuten zu spät mit dem Boarding beginnt? Das musst du nicht! Selbst auf der Kurzstrecke werden Verspätungen von bis zu 30 Minuten in den meisten Fällen wieder eingeholt. 

Ein Flug von Berlin nach Frankfurt am Main wird immer mit einer Flugzeit von einer Stunde und 15 Minuten angegeben, obwohl die reine Flugzeit nur ca. 50 Minuten dauert. Dabei wird jedoch nicht die Rollzeit am Boden mit einberechnet und natürlich auch nicht die Zeit, die man braucht um aus dem Flugzeug aussteigen zu können. 

Hebt ein Flugzeug ein wenig zu spät ab, kann auch der Kapitän noch ein wenig mehr Gas bzw. Kerosin geben, um Zeit wieder gut zu machen.

Upgrades sind nicht unmöglich

Ich werde oft gefragt, wie man an ein Upgrade kommt, ohne dafür tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Meine erste Antwort darauf ist für die meisten erst einmal enttäuschend: Die Crew an Bord darf keine Upgrades in höhere Klassen (Business oder First) vergeben, es sei denn aus ganz besonderen Gründen, die ich nicht verraten darf 😉 

Jedoch dürfen die Bodenmitarbeiter an den Flughäfen beim Check-In Upgrades veranlassen. Ist ein Flugzeug in der Economy-Class vollkommen ausgebucht, werden die Sitze auch in höheren Klassen vergeben. Zuerst werden die besseren Plätze an Vielflieger und Statuskunden vergeben. Wenn nun aber kein Statuskunde gegen Ende der Check-In Zeit aufkreuzt, werden auch „normale“ Fluggäste upgegradet. 

Und der Trick ist so simpel, wie aber auch wahr: Zieh dich dementsprechend an! Das heißt, wenn du eher im Sakko als im Hoodie-Pullover am Check-In stehst und dann noch sehr freundlich zum Bodenpersonal bist, kann es durchaus sein, dass du dich im Flugzeug in eine bessere Klasse setzen darfst.

Auch auf dem Vorfeld herrscht eine Straßenverkehrsordnung

Auf Flughäfen und deren Vorfeldern ist Verkehrsmäßig viel los. Neben den Flugzeugen fahren viele Passagier- und Crewbusse, Autos von Technikern und anderen Flughafenmitarbeitern und so weiter auf dem Vorfeld herum. Für alle Fahrzeuge gilt die Geschwindigkeitsgrenze von 30km/h – außer bei Flugzeugen. Der Verkehr ist so geordnet, dass Flugzeuge immer Vorrang haben und nicht behindert oder gar beschädigt werden. Selbst Rettungswagen müssen Flugzeug Vorrang geben, es sei denn sie sind auf dem Weg zu einem „Flugzeug in Not“ Einsatz, wo viele Menschen betroffen sein können.

Fluglotsen müssen alle zwei Stunden Pause machen

Fluglotsen haben eine hohe Verantwortung für Fluggäste und Crews. Sie sitzen oben im Tower und navigieren rollende, startende und landende Flugzeuge. Ihre Ausbildung müssen sie bis zu ihrem 24ten Lebensjahr begonnen haben und gehen mit 52 Jahren in Rente. Selbst der Aufnahmetest zur Ausbildung (ein bis 1,5 Jahre) dauert fünf Tage lang und nur ca. einer von 10 Bewerbern besteht den Test erfolgreich. Die hohe Verantwortung wird auch nicht schlecht bezahlt: Ausgebildete Fluglotsen verdienen ab 7000€ brutto plus Schichtzulagen monatlich.

Strenge Regeln auf der „Luftseite“

Fliegt man von einem Flughafen ab, an der es ansässige Airlines ihre sogenannte Basis haben (wie z.B. Lufthansa in Frankfurt und München) kommen die Piloten und Flugbegleiter mit Bussen von der Airlines-Basis zum Flugzeug und steigen somit nicht am Gate ein, wo die Fluggäste auf das Boarding warten.  Das heißt, dass selbst die Flugbegleiter nicht in den Abflugbereich gehen dürfen – obwohl auch Piloten und Flugbegleiter durch eine (spezielle) Sicherheitskontrolle gehen müssen. Es sollen sich nur die nötigste Anzahl an Personen im Sicherheitsbereich von Flughäfen aufhalten, neben den Fluggästen natürlich.

Kennst du noch mehr „Geheimnisse“ über Flughäfen?

Dann schreib sie unten in die Kommentare 🙂

Always happy landings,

Deine Delia

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