Urlaub ohne Massentourismus –     Besondere Reiseziele

Du möchtest mal einen Urlaub erleben, der fernab von Touristenhochburgen ist und einfach mal Land und Leute kennenlernen? Hier stelle ich dir alternative Reiseziele vor, die kaum von Touristen besucht werden. Besonders im Urlaub ohne Massentourismus hast du die Möglichkeit die Kultur und die Menschen viel intensiver kennenzulernen, als am Strand von El Arenal, oder am Time Square in New York. Warum diese Länder so wenig besucht werden, kann ich nur raten, da ich selbst bis dato teilweise nur über diese Länder hinweg geflogen bin.

Mein Name ist Delia und ich bin Stewardess seit Oktober 2010. Seitdem ich berufliche Vielfliegerin bin, werde ich sehr viel rund um das Thema Reisen gefragt. Basierend auf der Un-Welttourismusorganisation UNWTO Veröffentlichung zu den Besucherzahlen aller Länder von 2017 zeige ich euch die am wenigsten besuchten Länder, in denen du hauptsächlich nur auf Einheimische treffen wirst. Aber denk dran: Solltest du eines oder mehrere dieser besonderen Reiseziele besuchen wollen, musst du davon ausgehen, dass einige Standards vor Ort nicht vertreten sind – wie medizinische Versorgung oder ein Touri-Unterhaltungsprogramm 😉 Also los geht’s mit der Liste für einsame Reiseziele:

Außergewöhnliche Reiseziele weltweit

Urlaub ohne Massentourismus – Tuvalu

Der Inselstaat Tuvalu liegt im Pazifischen Ozean und hat die wenigsten Touristenbesuche überhaupt. Gerade einmal 2000 Menschen haben Tavalu im Jahr 2017 besucht. Da scheinen die sechs Hotels, die es auf dem 26 Quadratkilometer-großen Inselstaat gibt, auszureichen. Tavalu liegt in einer seismischen Zone, in welcher Erdbeben keine Seltenheit sind. Auch können starke Stürme den Inselstaat treffen. Wer nach Tavalu reist, sollte sich vorher genügend australische Dollar mitnehmen, denn dort kann man nirgendwo Bargeld von Automaten holen. Die einheimische Währung besteht nur aus Münzen.

Urlaub ohne Massentourismus - Besondere Reiseziele
Urlaub ohne Massentourismus – Photo by Nattu Adnan on Unsplash

Urlaub ohne Massentourismus – Kiribati

Kiribati ist eine Inselrepublik im zentralen Pazifik nah am Äquator und wurde 2017 nur von 6000 Touristen besucht. Sie besteht aus 33 Korallen-Atollen und Inseln,von welchen viele davon unbewohnt sind. Wunderschöne Strände und Lagunen bieten besonders Tauchern ein tolles Erlebnis. Die Hauptstadt Kiribatis heißt South Tarawa setzt sich aus mehreren kleinen Inseln zusammen. Wer sich für Geschichte interessiert, findet hier noch Spuren vom zweiten Weltkrieg, da auch hier Schlachten gehalten wurden. Kiribati liegt in der Zeitzone, in welche die Menschen zuallererst Silvester feiern können. Hier die Webseite für mehr Informationen.

Urlaub ohne Massentourismus – Marshall Inseln

Die Marshall Inseln liegen in Ozeanien und waren zwischen 1899 und 1919 eine deutsche Kolonie. Wie Kiribati hatten die Marshall Inseln nur 6000 Besucher im Jahr 2017. Der Weg dorthin ist auch ziemlich lang: Per Flugzeug kann man die Marshall Inseln von Tokio aus innerhalb von 11 Stunden erreichen, oder in 5 Stunden von Hawaii aus. Warnung: Im Gebiet der Atolle Bikini und Kwajalein kommt es zu erhöhter Strahlenbelastung, da dort noch Reste von amerikanischen Atomwaffentests zurückgeblieben sind.

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Urlaub ohne Massentourismus -Photo by Christian Joudrey on Unsplash

Urlaub ohne Massentourismus – Montserrat

Montserrat in eine karibische Insel und gehört zum Überseegebiet von Großbritannien. Nach einem Vulkanausbruch im Jahr 1995 wurde ein großer Teil der Insel verwüstet und deshalb gibt es aus Sicherheitsgründen auch ein großes Sperrgebiet. Immerhin besuchten 8000 Touristen die vulkanische Inseln im Jahr 2017. Wer die Karibische Insel auch einmal besuchen möchte, kann täglich außer mittwochs mit dem Hubschrauber in 20 Minuten von Antigua nach Montserrat fliegen. 

Urlaub ohne Massentourismus – Niue

Niue liegt ca. 2400 Kilometer nordöstlich von Neuseeland im Südpazifik. Die Koralleninsel wurde 2017 nur von 10.000 Touristen besucht – was vielleicht daran liegen könnte, dass die Insel über keine richtigen Strände verfügt. Selbst einen Hafen gibt es nicht. Somit müssen alle Güter auf kleinere Boote verfrachtet werden, um auf die Insel transportiert werden zu können. Niue wurde zur ersten „Wi-Fi-Nation“, da sie ein flächendeckendes, kostenloses Internetangebot einrichten.

Urlaub ohne Massentourismus - Besondere Reiseziele
Urlaub ohne Massentourismus – Photo by Chris Lawton on Unsplash

Urlaub ohne Massentourismus – Amerikanisch Samoa

Wie der Name es schon sagt, gehört Amerikanisch Samoa zum US-amerikanisches Außengebiet im südlichen Pazifik. 20.000 Touristen besuchten 2017 die Insel mit der Hauptstadt namens Pago Pago. Wegen des des besonderen Verwaltungsstatus gelten allerdings nicht die US-amerikanischen Einreiseregelungen. EU-Bürger erhalten ein 30 tägiges „entry permit“, wenn sie einen Rückflug nachweisen können.  Amerikanisch-Samoa bietet seinen Besuchern unberührte Landschaften und beeindruckende Schätze der Natur: Korallenriffe, Regenwälder und weiße Strände. In der Hauptstadt Pago Pago ist der Lebensstil der Einwohner am Hafen oder Marktplatz zu beobachten, der eine Mischung aus der US-amerikanischen und der samoanischen Kultur ist.

Urlaub ohne Massentourismus – Salomonen

Die Salomonen bilden sich aus schätzungsweise 992 kleinen Inseln, deren Hauptstadt Honiara heißt. Der Inselstaat liegt in Ozeanien im Südpazifik. Hierhin hat es 2017 ca. 26.000 Touristen verschlagen. Da diese Anzahl von Touristen immer noch sehr klein ist, wird den Anwohnern von den Salomonen nachgesagt, dass sie noch keine Routine mit der Beherbergung von Touristen haben. Wer es also nicht so luxuriös braucht und eher Wert auf echte Kultur und Natur legt, ist hier gut aufgehoben.

Urlaub ohne Massentourismus - Besondere Reiseziele
Urlaub ohne Massentourismus – Photo by Ivan Slade on Unsplash

Urlaub ohne Massentourismus – Komoren

Die Komoren sind seit Juli 1975 unabhängig von Frankreich und liegen in Ostafrika zwischen Mosambik und Madagaskar. Deswegen spricht man auf den Inseln neben Arabisch und der komorischen Sprache Französisch. 28.000 Ankünfte von internationalen Touristen wurden 2017 auf den Komoren gezählt. Die größte Stadt der Komoren ist die Hauptstadt Moroni, in welcher weniger als 50.000 Menschen leben. Zwischen November und April herrscht dort Regenzeit. Warum zieht es so wenige Touristen auf die ostafrikanischen Inseln? Vielleicht liegt es an der Armuts-bedingten Kriminalität, die den Aufenthalt gerade nachts für Touristen gefährlich werden lässt.

Urlaub ohne Massentourismus – São Tomé e Príncipe

Das Land „São Tomé e Príncipe“ besteht aus den beiden Hauptinseln São Tomé und Príncipe, welche im Golf von Guinea in Westafrika liegen. Dazu gehören noch kleinere Inseln, die Privatinsel Ilhéu Bombom und die Ilhéu das Rolás (Insel der Turteltauben). Die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs und wurde 2017 nur von 29.000 Touristen besucht. Von Europa aus kannst du den Inselstaat direkt von Lissabon anfliegen – São Tomé e Príncipe war nämlich bis Juli 1975 portugiesisches Kolonialterretorium. 

Urlaub ohne Massentourismus - Besondere Reiseziele
Urlaub ohne Massentourismus – Photo by Clem Onojeghuo on Unsplash

Urlaub ohne Massentourismus – Föderierte Staaten von Mikronesien

Die Föderierten Staaten von Mikronesien ist ein Inselstaat im Pazifik und gehört zur Inselgruppe Mikronesien. Die Föderation besteht aus den Staaten Chuuk, Kosrae, Pohnpei und dem Staat Yap. Die föderierten Staaten von Mikronesien stehen an zehnter Stelle der am wenigsten besuchten Länder 2017, denn nur ungefähr 30.000 Menschen kamen im Jahr 2017 hierhin. Die Inseln gehörten einst zu Deutschland, da sie 1899 von Spanien verkauft wurden und bis zum Anfang des ersten Weltkrieges noch zu Deutschland gehörten. Ganz interessant ist auch, dass dort statistisch gesehen die meisten Menschen mit Übergewicht leben, was wohl auf die landestypische Ernährung zurückzuführen ist.

Würdest du mal Urlaub in den Ländern machen, die den kleinsten Touristenandrang haben?

Wie eingangs schon erwähnt, hat jedes der genannten Länder durch die kleine Anzahl von Touristen nicht den gewohnten „Luxus“, den man von Touristenhochburgen kennt. Aber vielleicht geht es dir sogar darum, mal keinen 0-8-15 Urlaub zu machen, denn in diesen Ländern ist es Luxus, dass eben nicht Massen von Touristen sich morgens um die besten Sonnenplätze streiten 😉 Weitere Gründe für die wenigen Besucher können auch politisch oder auf die Kriminalität zurückzuführen sein. Informiere dich vor deiner Reise beim Auswärtigen Amt, und checke die Reisewarnungen und Hinweise zu deinem Urlaubsziel.

Wenn du also vorhast eines der Länder zu besuchen, oder es sogar schon getan hast, dann lass es die Leser und mich gerne in den Kommentaren wissen!

Always happy landings,

Deine Delia

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6 Comments

  • Posted 03/02/2019 12:07
    by Thomas Hopfgartner

    Delia, sehr guter Beitrag;-))…Auf welchen der genannten Inselgruppe warst du selbst bereits?

    • Posted 08/02/2019 17:37
      by Delia Wings

      Danke Thomas! Bis dato war ich auch noch auf keiner dieser Inselgruppen, da meine Airline natürlich keine davon anfliegt. Privat würde mich Sao Tome und Principe reizen. Warst du schon auf einer der Inselgruppen?

  • Posted 07/02/2019 15:08
    by Maria

    Sehr schöner Beitrag und wirklich klasse Bilder. Du hast da wirklich ein Auge dafür. Ich würde auf jeden Fall immer „weniger“ Luxus dem Massentourismus vorziehen… Bin da sehr umgänglich 🙂

    • Posted 08/02/2019 17:38
      by Delia Wings

      Hi Maria,
      danke für das Kompliment! Auch ich bin da sehr entspannt, was „Luxus“ angeht. Habe auch schon schöne Camping-Urlaube im Zelt gemacht 😉
      LG Delia

  • Posted 09/02/2019 20:21
    by Chris

    Hallo Delia !
    Vielen Dank für ein paar Minuten träumen.
    Eine schwierige Frage:
    Wenn Du dich irgendwo für immer niederlassen würdest.
    Welche Insel käme für dich in Frage ?

    • Posted 10/02/2019 21:21
      by Delia Wings

      Hi Chris,
      freut mich, dass dir der Blogbeitrag gefallen hat!
      Hm, eine gute Frage…
      Ich denke dann würde ich Malta oder Mallorca wählen; also keine der genannten Inseln. Warum? Weil beide Inseln eine kurze Flugzeit nach Deutschland haben und man auf beiden Inseln auf Englisch (oder auch Deutsch) kommunizieren kann. Ein bißchen Spanisch spreche ich auch.
      Nach Malta wäre ich sogar fast mal gezogen 😉
      Überlegst du auszuwandern?
      LG Delia

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